Leipzig braucht die Universitätskirche
zum Wiederaufbau der 1968 gesprengten Paulinerkirche


Neuigkeiten

Star-Trompeter Güttler bläst zum Meinungsstreit

Nobelpreisträger Günter Blobel fordert "Leipzig braucht die Universitätskirche"

Dokumentation Paulinerkirche 1240-1968

Ideenwettbewerb 1994 zur Gestaltung des Augustusplatzes

Streit um "Installation Paulinerkirche" erhitzt nach wie vor die Gemüter

Aufruf vom Juli 2001 zum Wiederaufbau der Paulinerkirche

Die Sprengung - der Protest

Gedanken von Erich Loest zur Sprengung der Paulinerkirche

CDU-Fraktion im Leipziger Stadtrat fordert "Installation lassen, Marx-Relief beseitigen"

Kostbarkeiten der Kirche - durch Zivilcourage gerettet

Paulinerverein

Hinweis



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Wolfgang Wischer

Leipziger Volkszeitung vom 6. Mai 2010
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Chronologie

2001: Auslobung eines europaweiten Wettbewerbes zur Neu- und Umgestaltung des Universitätskomplexes am Augustusplatz.

2002: Jury würdigt die Bebauungsentwürfe des Architektenbüros Behet und Bondzio mit einem zweiten Preis. Ein erster wird nicht vergeben.

2003: Uni-Rektor Volker Bigl tritt zurück, weil die Landesregierung überraschend einen Wiederaufbau der Paulinerkirche befürwortet. Ausschreibung eines Wettbewerbs für die später Paulinum und Neues Augusteum genannten Bauwerke.

2004: Entwürfe des holländischen Baumeisters Erick van Egeraat bekommen den Zuschlag.

2005: Grundsteinlegung für die neue Mensa als Start für die Arbeiten am neuen City-Campus.

2006: Massive Zeitverzögerungen schon beim ersten Bauabschnitt.

2007: Der Freistaat trennt sich nach Meinungsverschiedenheiten vom Generalauftragnehmer des ersten Bauabschnittes, der Züblin AG. Der Mensa-Bau kommt zum Erliegen. Abriss der alten Zentralmensa und des Hauptgebäudes. Wiederaufnahme der Arbeiten an der neuen Mensa. Start für die Errichtung von Paulinum und Neuem Augusteum.

2008: Die Kosten für den neuen Campus werden nach oben korrigiert - von 145 Millionen auf 175 Millionen Euro. Richtfest für Paulinum und Neues Augusteum. Andauernder Streit um die Innengestaltung des Kirche-Aula-Baus und dessen Namen. Auf Betreiben von Generalbundesanwältin Monika Harms wird ein Kompromiss geschlossen und der Bau offiziell "Paulinum: Aula - Universitätskirche St. Pauli" getauft.

2009: Insolvenz der Firma van Egeraats. Mit der Fortführung der Arbeiten wird das Architektenbüro Fischer und Werner betraut. Übergabe der Mensa, des Hörsaal- und Seminargebäudes sowie des Gebäudes der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät an die Nutzer. Die Kosten für die Campus-Bebauung steigen weiter, werden auf über 200 Millionen Euro taxiert.

2010: Architekt van Egeraat hat sich mit dem Freistaat Sachsen geeinigt, dass er weiterhin den Freistaat bei der Fertigstellung des Ensembles berät. Für den Innenausbau der Aula des Paulinums ist er raumgestaltender Architekt. Die Fertigstellung des Paulinums ist jetzt für das Jahr 2012 vorgesehen. Ursprünglich sollte es am 2. Dezember 2009 eingeweiht werden. Dokumentation: mb/A.T.